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Baustromkästen von Jens Neumann Elektrotechnik, startklar für den Einsatz

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Baustrom beantragen: Der Leitfaden für Berlin und Brandenburg

Wer stellt den Antrag, welcher Netzbetreiber ist zuständig, welche Unterlagen brauchen Sie und wie lange dauert es? Alles Wichtige, Schritt für Schritt erklärt vom Elektro-Meisterbetrieb.

Von Jens Neumann Elektrotechnik · Stand: 27. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 9 Minuten

Kurz erklärt

Für Baustrom stellt der Bauherr beim zuständigen Netzbetreiber einen Antrag, am besten schon in der Planungsphase. In Berlin ist das die Stromnetz Berlin GmbH, in Potsdam die Netzgesellschaft Potsdam, in weiten Teilen Brandenburgs die E.DIS Netz GmbH. Ein Elektrofachbetrieb schließt den Baustromverteiler an und nimmt ihn in Betrieb. Das Verfahren kann mehrere Wochen dauern. Den Stromverbrauch rechnet der Energieversorger ab.

Was ist Baustrom?

Baustrom ist die zeitlich begrenzte Stromversorgung für die Bauphase. Ohne Stromversorgung sind die meisten Arbeiten auf einer Baustelle undenkbar: Werkzeuge, Beleuchtung, Bauheizer und Bautrockner brauchen Strom, lange bevor das Haus seinen endgültigen Anschluss hat. Deshalb bekommt die Baustelle einen eigenen, befristeten Anschluss.

Im Alltag hört man dafür viele Begriffe: Baustrom, Baustromkasten, Baustromverteiler, Baustellenstrom oder Baustromversorgung. Gemeint ist immer dasselbe: ein Anschlusspunkt des Netzbetreibers und ein Baustromverteiler mit Zähler und Steckdosen, an dem Sie Ihre Geräte anschließen.

Ein typischer Baustromverteiler enthält mehrere Schukosteckdosen sowie verschiedene Kraftsteckdosen (Drehstrom). Bei uns gibt es ihn als Zählerschrank mit 63 A, 100 A oder 250 A, als Steckdosenverteiler oder als Kranverteiler – dazu Kabel und Baubeleuchtung.

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Unsere Baustromkästen, startklar für den Einsatz – über 500 Verteiler für alle Anwendungszwecke.

Wer beantragt den Baustrom?

Für die Beantragung des Baustromanschlusses ist der Bauherr zuständig. Wer als Privatperson baut, ist also selbst Antragsteller. Lediglich beim schlüsselfertigen Bauen kann in Absprache mit dem Bauunternehmen eine andere Verfahrensweise vereinbart werden. Klären Sie das am besten schriftlich, bevor der Bau beginnt.

In der Praxis müssen Sie den Antrag nicht allein stemmen: Ein Elektrofachbetrieb bereitet ihn mit Ihnen vor, beantwortet Rückfragen und stimmt die Termine mit dem Netzbetreiber ab. Wichtig zu wissen: Der Anschluss und die Inbetriebnahme müssen immer durch eine Elektrofachkraft erfolgen – das gilt auch für alle weiteren Inbetriebnahmen, die mit dem Baustrom in Zusammenhang stehen.

Welcher Netzbetreiber ist zuständig?

Den Antrag richten Sie an den Netzbetreiber, der in Ihrem Gebiet das Stromnetz betreibt. Er ist nicht automatisch derselbe wie Ihr Stromlieferant. Für unser Einsatzgebiet gilt:

  • Berlin: Stromnetz Berlin GmbH.
  • Potsdam: Netzgesellschaft Potsdam GmbH.
  • Brandenburg (Oberhavel, Barnim, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Märkisch-Oderland, Oder-Spree): in weiten Teilen die E.DIS Netz GmbH, in einzelnen Städten und Gemeinden ein örtliches Stadtwerk.

Sicher sind Sie, wenn Sie den Netzbetreiber zu Ihrer Postleitzahl in einem Netzbetreiber-Verzeichnis nachschlagen oder bei uns nachfragen: Nennen Sie uns die Adresse der Baustelle, dann klären wir es für Sie. Mehr zu den Orten finden Sie unter Baustrom Berlin und in unseren Einsatzgebieten.

Zur Abgrenzung: Der Netzbetreiber kümmert sich um den Anschluss. Der Energieversorger liefert den Strom und rechnet den tatsächlichen Verbrauch ab – tagesaktuell und 1:1.

Baustrom beantragen in 6 Schritten

  1. 1

    Preis anfragen

    Füllen Sie unser Formular aus. Nach Prüfung erhalten Sie einen Angebotsvorschlag. Kalkuliert werden Anmeldeformalitäten, Lieferung und Anschluss, Miete sowie ggf. monatliche Prüfung und Demontage.

  2. 2

    Angebot erhalten und bestätigen

    Wenn das Angebot Ihnen zusagt, vervollständigen Sie es mit Ihren Daten und senden es unterschrieben zurück. Im Anschluss erhalten Sie eine Auftragsbestätigung.

  3. 3

    Anträge stellen

    Bevor der Strom fließt, muss beim Netzbetreiber ein Antrag eingereicht werden. Wir übersenden Ihnen den Antrag für den Baustromzähler und unterstützen bei offenen Fragen.

  4. 4

    Lieferung und Montage

    Nachdem der Antrag positiv beschieden wurde, wird der Baustromkasten auf der Baustelle aufgestellt.

  5. 5

    Inbetriebnahme

    Der Baustromkasten enthält mehrere Schukosteckdosen sowie verschiedene Kraftsteckdosen. Der elektrische Anschluss erfolgt am vorhandenen Kabelanschluss – bei Bedarf auch an einer Trafostation mit Straßenüberführung.

  6. 6

    Prüfung, Wartung und Abbau

    Auf Wunsch übernehmen wir die regelmäßige Prüfung der Anlage nach DGUV A3 und am Ende Ihres Bauprojekts die Demontage und Abholung des Baustromkastens.

Diese Unterlagen und Angaben brauchen Sie

Für den Antrag werden in der Regel diese Angaben abgefragt:

  • Name des Anschlussnehmers und Anschrift
  • Anschlussposition (den Bedingungen des Netzbetreibers entsprechend)
  • Grundstückseigentümer, falls abweichend vom Anschlussnehmer
  • Art der Anlage, für die der Baustrom benötigt wird
  • Die benötigte Gesamtleistung am Netzanschluss in Kilowatt (kW)
  • Ein Lageplan im Maßstab 1:500

Am häufigsten fragen Bauherren nach der Gesamtleistung. Gemeint ist, wie viel Strom Ihre Geräte auf der Baustelle gleichzeitig brauchen. Rechnen Sie dabei auch Bauheizer und Bautrockner ein: Ein großer Elektroheizer zieht deutlich mehr Leistung als ein Werkzeugakku-Ladegerät. Ihr Elektrofachbetrieb hilft Ihnen, den Wert realistisch zu bestimmen – davon hängt auch ab, welcher Zählerschrank passt. Je nach Netzbetreiber können weitere Angaben dazukommen.

Wie lange dauert es?

Das Antragsverfahren beim jeweiligen Netzbetreiber kann je nach Region und Auslastung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Das ist der häufigste Grund für Verzögerungen auf der Baustelle. Unsere Empfehlung: Beginnen Sie frühzeitig mit der Beantragung, idealerweise schon in der Bauplanungsphase. Je früher Sie planen, desto sicherer halten Sie Ihren Wunschtermin ein.

Was kostet Baustrom?

Die Kosten für Baustrom setzen sich aus mehreren Posten zusammen:

  • Anmeldeformalitäten (Antrag beim Netzbetreiber)
  • Lieferung und Anschluss des Baustromverteilers
  • Miete für Verteiler und Zähler
  • Gegebenenfalls die monatliche Prüfung der Anlage
  • Demontage und Abholung nach Bauende
  • Der Stromverbrauch selbst – ihn rechnet der Energieversorger separat ab

Der Netzbetreiber berechnet für Bereitstellung und Anschluss in der Regel eigene Entgelte; welche das sind, steht in seiner Antwort auf Ihren Antrag. Bei uns erhalten Sie nach Prüfung Ihrer Angaben ein individuelles, verbindliches Angebot. Vergleichen Sie Angebote immer auf den Umfang: Sind Lieferung, Anschluss, Prüfung und Demontage enthalten, oder nur die Bereitstellung des Kastens?

Baustromverteiler mieten oder kaufen?

Für die meisten Bauvorhaben ist Mieten die einfachere Lösung: Sie bekommen einen geprüften Verteiler, Lieferung und Montage, auf Wunsch die regelmäßige Prüfung und am Ende die Abholung – ohne selbst Eigentum zu binden. Ein gekaufter Baustromverteiler muss ebenfalls den Vorschriften entsprechen und regelmäßig geprüft werden, und der Anschluss bleibt Sache einer Elektrofachkraft. Bei uns können Sie Ihren Baustromverteiler ganz unkompliziert mieten – vom einfachen Steckdosenverteiler bis zum 500A Anschlussschrank. Einen Überblick über die Geräte finden Sie im Baustrom 1×1.

Je nach Bauvorhaben: Neubau, Sanierung, Gewerbe

Der Ablauf ist immer derselbe, die Schwerpunkte unterscheiden sich aber je nach Vorhaben. Beim Neubau eines Einfamilien-, Doppel- oder Mehrfamilienhauses ist meist noch kein Anschluss auf dem Grundstück vorhanden. Hier lohnt es sich besonders, den Antrag früh zu stellen, denn der Netzbetreiber legt fest, wo der Baustromanschluss entsteht. In unserem Anfrageformular können Sie angeben, ob auf dem Grundstück bereits Strom vorhanden ist – das hilft uns bei der Planung.

Bei Sanierung, Anbau oder Umbau ist oft schon ein Hausanschluss da. Ob und wie er für die Bauphase genutzt werden kann, entscheidet der Netzbetreiber. Auch hier gilt: Planen Sie die benötigte Leistung realistisch, vor allem wenn Sie zusätzlich Bauheizer oder Bautrockner betreiben. Mehr dazu auf unserer Seite Bauheizer und Bautrockner.

Für Gewerbe und Bauunternehmen kommt es zusätzlich auf Bauzeit und Anzahl der Verbraucher an. Geben Sie deshalb im Antrag und im Angebot Baubeginn und geplante Bauzeit an: Beides bestimmt die Mietdauer und lässt sich besser planen, wenn wir es früh kennen.

Typische Fehler vermeiden

  1. 1.Zu spät beantragen. Das Verfahren dauert mehrere Wochen. Wer erst kurz vor Baubeginn anfragt, steht ohne Strom da.
  2. 2.Zuständigkeit nicht klären. Beim schlüsselfertigen Bauen sollte schriftlich feststehen, wer den Antrag stellt.
  3. 3.Nur den Kasten mieten. Prüfen Sie, ob Lieferung, Anschluss, Prüfung und Demontage im Angebot enthalten sind.
  4. 4.Ohne Elektrofachkraft anschließen. Anschluss und Inbetriebnahme dürfen nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
  5. 5.Die Leistung zu knapp ansetzen. Bauheizer und Bautrockner nicht vergessen – sonst reicht der Anschluss nicht.

Checkliste: Baustrom beantragen

  • Zuständigen Netzbetreiber zur Postleitzahl der Baustelle herausfinden
  • Klären, wer den Antrag stellt (Bauherr oder Bauunternehmen)
  • Benötigte Gesamtleistung in kW ermitteln (inkl. Bauheizer und Bautrockner)
  • Lageplan im Maßstab 1:500 bereithalten
  • Angebot für Baustromverteiler einholen (Lieferung, Anschluss, Prüfung, Demontage?)
  • Antrag frühzeitig einreichen – idealerweise in der Bauplanungsphase
  • Termin für Anschluss und Inbetriebnahme durch die Elektrofachkraft abstimmen

Begriffe kurz erklärt

Anschlussnehmer
Die Person oder Firma, auf deren Namen der Baustromanschluss beantragt wird – in der Regel der Bauherr.
Netzbetreiber
Das Unternehmen, das das Stromnetz in Ihrem Gebiet betreibt und den Anschluss herstellt. In Berlin ist das die Stromnetz Berlin GmbH.
Energieversorger
Das Unternehmen, das den Strom liefert und den tatsächlichen Verbrauch abrechnet.
Anschlussposition
Die Stelle auf dem Grundstück, an der der Baustromverteiler angeschlossen werden soll. Sie wird im Antrag und im Lageplan angegeben.
Gesamtleistung
Die Leistung in Kilowatt (kW), die auf der Baustelle gleichzeitig gebraucht wird. Sie bestimmt, welcher Zählerschrank (63 A, 100 A oder 250 A) passt.
Baustromverteiler / Baustromkasten
Der Schrank mit Zähler und Steckdosen, an dem Sie Ihre Geräte auf der Baustelle anschließen.
Elektrofachkraft
Eine Person mit entsprechender Ausbildung, die den Anschluss herstellt und die Anlage in Betrieb nimmt. Das darf nicht jeder.

Wir übernehmen das für Sie

Antrag vorbereiten, Baustromverteiler liefern, anschließen, prüfen und abholen – aus einer Hand, mit verbindlichem Angebot für Berlin und Brandenburg.

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Häufige Fragen zum Baustrom beantragen

Für die Beantragung des Baustromanschlusses ist der Bauherr zuständig. Beim schlüsselfertigen Bauen kann in Absprache mit dem Bauunternehmen eine andere Verfahrensweise vereinbart werden. Einen Antrag vorbereiten und begleiten kann ein Elektrofachbetrieb wie wir.

In Berlin beim Netzbetreiber, der Stromnetz Berlin GmbH. Wir bereiten den Antrag mit Ihnen vor und stimmen die Termine ab.

Das Antragsverfahren beim Netzbetreiber kann je nach Region und Auslastung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Beginnen Sie deshalb frühzeitig, idealerweise schon in der Bauplanungsphase.

Name und Anschrift des Anschlussnehmers, die Anschlussposition, den Grundstückseigentümer (falls abweichend), die Art der Anlage, die benötigte Gesamtleistung am Netzanschluss in Kilowatt und einen Lageplan im Maßstab 1:500.

Ja. Der Anschluss und die Inbetriebnahme müssen immer durch eine Elektrofachkraft erfolgen. Das gilt auch für alle weiteren Inbetriebnahmen, die mit dem Baustrom in Zusammenhang stehen.

Der Netzbetreiber ist für den Anschluss ans Stromnetz zuständig und nimmt den Antrag entgegen. Der Energieversorger liefert den Strom und rechnet den tatsächlichen Verbrauch ab – tagesaktuell und 1:1.

Die Kosten setzen sich aus Anmeldeformalitäten, Lieferung und Anschluss des Verteilers, der Miete sowie ggf. der monatlichen Prüfung und Demontage zusammen. Dazu kommt der Stromverbrauch, den der Energieversorger separat abrechnet. Bei uns erhalten Sie nach Prüfung Ihrer Angaben ein individuelles, verbindliches Angebot.

Ja, Sie können bei uns Ihren Baustromverteiler ganz unkompliziert mieten – inklusive Lieferung, Montage und auf Wunsch regelmäßiger Prüfung und Demontage.

Über den Autor

Dieser Beitrag stammt von Jens Neumann Elektrotechnik, einem zertifizierten Elektro-Meisterbetrieb aus Hohen Neuendorf mit über 20 Jahren Erfahrung. Wir beantragen, liefern und prüfen Baustrom in Berlin und Brandenburg. Stand der Angaben: 27. Oktober 2026. Verbindlich sind immer die Vorgaben Ihres Netzbetreibers.

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